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Maut in Frankreich: Der komplette Guide 2026

Alles über französische Autobahnen, Gebühren und Mau

France lavender field

 

Planen Sie eine Reise nach Frankreich – sei es für den Urlaub an der Côte d'Azur oder geschäftlich nach Paris, Lyon oder Marseille? Dann werden Sie sicherlich mit Ihrem Auto, Pkw oder Wohnmobil durch die dortigen Mautstellen fahren. Das Netz der französischen Autobahnen ist mit mehr als 9.000 Kilometern Mautstrecken eines der umfangreichsten Europas.

Im Gegensatz zu vielen Nachbarländern gibt es in Frankreich keine Vignette für Fahrzeuge. Während in Deutschland lediglich eine Lkw-Maut im Free-Flow-System ohne Mautstationen gilt, müssen Autofahrer in Frankreich für fast alle Autobahnen eine Gebühr entrichten. Die Höhe der Maut wird dabei streckenabhängig nach der Fahrzeugklasse (Klasse 1 bis Klasse 5) berechnet.

 

 

Die Bezahlung der Mautgebühren erfolgt an den Mautstellen per Kreditkarte, Barzahlung oder automatisch via Mautbox (Télépéage-Badge). Achten Sie auch auf neue Flux Libre Strecken, bei denen die Zahlung innerhalb von 72 Stunden online erfolgen muss. Neben Tunneln und Brücken (wie dem Mont Blanc oder Pont de Normandie) sind zudem die Umweltzonen (ZFE) und die Umweltplakette Crit’Air wichtig zu wissen. Hier finden Sie alle Infos zu Preisen in Euro sowie hilfreiche Tipps für Ihren Routenplaner.

Gut zu wissen

Die Mautgebühren in Frankreich werden jedes Jahr zum Jahresanfang angepasst. Zum 1. Februar 2026 wurden die Mautgebühren in Frankreich um 0,86 % angehoben – das entspricht je nach Strecke einer Mehrbelastung von rund 20 bis 60 Cent.

Wie funktioniert die Maut in Frankreich?

Frankreichs Mautstraßen werden von mehreren vom Staat beauftragten privaten Konzessionären verwaltet, welche für die Wartung der Autobahnen zuständig sind. Die größten Betreiber sind VINCI Autoroutes (dazu gehören die Netze ASF, Cofiroute und Escota), APRR/AREA sowie Sanef/SAPN. Jedes dieser Unternehmen ist für die Instandhaltung, die Verkehrssicherheit und den Betrieb seiner Streckenabschnitte verantwortlich.

Die Einnahmen aus den Mautgebühren fließen direkt in die Instandhaltung und den Ausbau der Autobahnen, deshalb können sich die Preise je nach Betreiber leicht unterscheiden. Der französische Staat legt jedes Jahr den Rahmen für mögliche Tariferhöhungen fest, die in der Regel zum 1. Februar wirksam werden.

 

Wie erkennen Sie Mautstraßen in Frankreich?

Mautpflichtige Autobahnen sind in Frankreich an den blauen Verkehrsschildern zu erkennen – im Gegensatz zu den grünen Schildern der mautfreien Nationalstraßen. Die Mautstationen werden auf Französisch „péage“ genannt. An diesen Stationen stehen Ihnen mehrere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Barzahlung, EC- und Kreditkarte sowie der elektronische Télépéage-Badge ‒ auch Mautbox genannt ‒, der den Bezahlvorgang vollständig automatisiert. Zunehmend mehr Autobahnabschnitte werden auf ein modernes „Free-Flow“-System umgestellt, bei dem keine Schranken mehr vorhanden sind und der Fahrzeugdurchlauf vollständig automatisch erfolgt. Dabei erfassen Kameras das Kennzeichen beim Passieren, und die Mautgebühr muss innerhalb von 72 Stunden online beglichen werden. Wenn Sie eine Mautbox nutzen, erfolgt Abrechnung automatisch über Ihren Anbieter.

 

Maut Frankreich - Kosten im Überblick

Vor Ihrem Aufbruch lohnt es sich, die absehbaren Kosten Ihrer Fahrt – einschließlich Kraftstoff- und Mautgebühren – zu berechnen. Hier können Online-Tools wie ViaMichelin oder Google Maps, welche den gesamten Fahrpreis anzeigen, hilfreich sein. So beträgt die Maut im Durchschnitt für ein Fahrzeug der Klasse 1 (Pkw) etwa 0,09 € pro Kilometer, kann aber je nach zurückgelegter Strecke, Konzessionsgesellschaft und Straßenart variieren.

Gut zu wissen

Die Free-Flow-Maut auf der Strecke A13-A14 betrifft 210 Kilometer zwischen Paris und der Normandie. Dabei wurden 14 Mautstationen auf das schrankenlose System umgestellt. Dieses von Sanef finanzierte Projekt mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro soll 2027 abgeschlossen sein. 

Zahlungsmöglichkeiten an den Mautspuren in Frankreich

An klassischen Stationen der Maut, egal ob es sich um ein geschlossenes oder offenes System handelt, finden Sie verschiedene Arten von Fahrspuren:

  • Spuren mit Personal (zunehmend selten)Sie bezahlen Bar oder per Karte bei einem Mitarbeiter. Diese Spur eignet sich, wenn Sie eine Qittung benötigen oder weitere Unterstützung wünschen.
  • Automatische Spuren (Schild „CB“):  Die Zahlung erfolgt ausschließlich mit EC- oder Kreditkarte, ohne Personal.
  • Télépéage-Spuren (orangefarbenes „t“): Diese Spuren sind Fahrzeugen mit einer Mautbox vorbehalten. Mit dem System „Télépéage ohne Halt“ passieren Sie die Schranke, ohne stoppen zu müssen.

Gut zu wissen

Fahren Sie niemals ohne Transponder in eine Télépéage-Spur ein. Sollte es dennoch passieren, setzen Sie auf keinen Fall zurück. Drücken Sie stattdessen die Hilfetaste und warten Sie auf Unterstützung.

Mautsystem Frankreich – geschlossene, offene und Free-Flow-Abschnitte

Machen Sie sich noch vor Ihrer Reise mit den verschiedenen Mautsystemen in Frankreich vertraut. So vermeiden Sie unnötige Stresssituationen und sind bestens vorbereitet.

 

1. Das geschlossene System („à ticket“)

Auf den meisten französischen Autobahnen funktioniert die Maut nach einem geschlossenen System: Bei der Fahrt auf die Autobahn ziehen Sie ein Ticket an der Einfahrtstation und bewahren es auf. Beim Verlassen der Autobahn geben Sie dieses an der Mautstation ab und bezahlen den Preis, welcher sich aus der zurückgelegten Distanz und der Fahrzeugklasse ergibt. Dieses System ist das am weitesten verbreitete auf dem französischen Autobahnnetz.

2. Das offene (Pauschal-)System („forfaitaire“)

Auf bestimmten Autobahnabschnitten wird ein offenes System verwendet: Hier gibt es nur eine einzige Mautstelle und keinen Ticket-Einzug. Der Betrag wird pauschal pro Abschnitt berechnet – egal, wo Sie aufgefahren sind. Diese Variante findet man häufig rund um Großstädte oder bei besonderen Bauwerken (z. B. Brücken, Tunneln oder Viadukten).

3. Das Free-Flow-System(„péage en flux libre“)

Das sogenannte Free-Flow-System stellt die wichtigste Neuerung der letzten Jahre im französischen Autobahnnetz dar. Die modernste Form der Maut in Frankreich verzichtet komplett auf Schranken; stattdessen erfassen Kameras und Sensoren Ihr Fahrzeug und das Kennzeichen automatisch. Der große Vorteil: Ihre Fahrt wird so angenehmer, schneller und umweltfreundlicher.

Dieses System wurde zunächst im Département Moselle eingeführt, anschließend auf der Autobahn A79 im Département Allier und seit Ende 2024 auch auf der Strecke A13–A14 zwischen Paris und der Normandie. Das Projekt umfasst rund 210 Kilometer und soll bis 2027 vollständig abgeschlossen sein.

 

Maut Frankreich: Die drei Zahlungsarten bei Free Flow

  • Per Mautbox: Der Betrag wird automatisch über Ihre Télépéage-Badge erfasst und über Ihren Servicepartner von Ihrem Konto abgebucht.
  • Per Online-Zahlung: innerhalb von 72 Stunden nach Ihrer Durchfahrt können Sie die Gebühr auf der Website des jeweiligen Betreibers mithilfe der Eingabe Ihres Kennzeichens begleichen.
  • An Verkaufsstellen (Nirio): Das französische Netzwerk Nirio mit mehr als 7.000 Bezahlstellen ermöglicht die Entrichtung der erfassten Maut innerhalb von 72 Stunden.

 

Bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist erhalten Sie zunächst eine Mahnung mit erhöhtem Betrag; bei weiterer Nichtzahlung ein Bußgeld. 

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Fahrzeugklassen und Mauttarife in Frankreich

 

So werden Fahrzeuge eingestuft

Die Höhe der Maut in Frankreich hängt von der sogenannten Fahrzeugklasse ab. Diese wird automatisch an der Mautstation oder im Free-Flow-System ermittelt: Kameras und Sensoren messen die Fahrzeughöhe und zählen die Achsen des Gespanns. Insgesamt gibt es fünf Kategorien, die sich nach Höhe, Anzahl der Achsen und Gewicht richten.

Hier finden Sie eine Übersicht:

Klasse  Kriterien  Typische Fahrzeuge  Preisrelation
1 Höhe ≤ 2 m, 2 Achsen Pkw, SUV, Kombi, Motorräder Basistarif
2 Höhe 2 – 3 m, 2 Achsen Wohnmobile, Transporter, Fahrzeuge mit Anhänger + 50 – 100 %
3 > 3 m, 2 Achsen Lkw (2 Achsen), Busse + 100 – 200 %
4 > 3 m, ≥ 3 Achsen Schwere Lkw, Sattelzüge + 200 – 300 %
5 Motorräder (evtl. ermäßigt) Zweiräder – 30 % (wo anwendbar)

Hinweis: Wenn Sie einen Anhänger oder Wohnwagen ziehen, kann sich Ihre Klasse ändern – aus einem Pkw (Klasse 1) wird dadurch schnell ein Fahrzeug der Klasse 2. Entscheidend ist immer das Gespann bei der Ausfahrt aus dem Mautabschnitt.

 

Beispiele für Mautkosten 2026 – Klasse 1 (Pkw)

Die folgende Übersicht zeigt die Höhe der Mautkosten, welche Autofahrer in Frankreich auf dem häufigsten Routen zahlen. Grundlage sind die Tarife zum 1. Februar 2026, basierend auf einem Pkw der Klasse 1:

Strecke  Entfernung (km) Maut Fahrzeit
Paris – Lyon ≈ 465 ≈ 41,85 € ca. 4 h 30 min
Paris – Marseille ≈ 775 ≈ 68,40 € ca. 7 h
Paris – Bordeaux ≈ 585 ≈ 46,60 € ca. 5 h 30 min
Paris – Nice ≈ 930 ≈ 78,50 € ca. 8 h 30 min
Paris – Toulouse ≈ 680 ≈ 56,20 € ca. 6 h 30 min
Lyon – Marseille ≈ 315 ≈ 25,50 € ca. 3 h
Bordeaux – Toulouse ≈ 245 ≈ 19,80 € ca. 2 h 30 min
Lille – Paris ≈ 220 ≈ 16,50 € ca. 2 h 30 min

Die tatsächlichen Kosten können je nach gewählter Strecke, Betreiber und saisonalen Zuschlägen leicht abweichen.

Tipp für Urlaubsreisende: Wer regelmäßig fährt oder längere Strecken zurücklegt, profitiert von einer Mautbox – damit umgehen Sie Warteschlangen an den Stationen und zahlen automatisch den passenden Tarif.

 

Erhöhungen der Maut in Frankreich 2026 – regelmäßige Anpassungen

Wie jedes Jahr wurden die Mautpreise zum 1. Februar 2026 angepasst. Die durchschnittliche Erhöhung beträgt 0,86 % – deutlich weniger als in den Vorjahren (3 % in 2024, 0,92 % in 2025).

Betreiber (Netz)  Region  Steigerung 2026
ASF (südliches Frankreich) VINCI Autoroutes + 0,62 %
Cofiroute (West-Paris) VINCI Autoroutes + 1,2 – 1,4 %
Escota (Côte d’Azur) VINCI Autoroutes + 0,8 %
APRR / AREA (Ost & Südost) APRR + 0,94 – 0,95 %
Sanef / SAPN (Nord & Normandie) Sanef + 0,70 %
A28 (Rouen – Alençon) Alis + 1,9 %

Diese Erhöhung liegt unter der Inflationsrate und ist fair gegenüber Fahrern. Die Maut in Frankreich bleibt im europäischen Vergleich weiterhin auf mittlerem Niveau.

 

Sondermauten für Brücken, Tunnel und Viadukte

Neben den klassischen Autobahnen gibt es in Frankreich einige besondere Bauwerke mit eigenem Tarifsystem. Sie sind nicht in der allgemeinen Autobahnmaut enthalten und werden gesondert berechnet.

Bauwerk  Typ  Maut Klasse 1  Besonderheiten
Viaduc de Millau (A75) Brücke 11,30 € (Winter) / 13,80 € (Sommer)

343 m hoch, höchster Straßenviadukt der Welt

Pont de Normandie Brücke 5,90 € Verbindet Le Havre und Honfleur
Pont de Tancarville Brücke 2,80 € Alternative zum Pont de Normandie
Pont de l’Île de Ré Brücke 4 € (Winter) / 16 € (Sommer) Saisonabhängig (Nov.–März günstig)
Tunnel du Mont-Blanc Tunnel 54,00 € Verbindet Chamonix mit  Courmayeur (IT)
Tunnel du Fréjus Tunnel 52,00 € Verbindet Modane mit Bardonecchia (IT)
Tunnel Maurice Lemaire (A86) Tunnel ≈ 12,40 € „Duplex A86“ – Westen von Paris

Tipp: Auf der Île de Ré variiert die Gebühr stark nach Saison: So sind es im Winter beispielsweise nur 4 €, im Sommer bis zu 16 €. Für Einheimische und Pendler gibt es Rabatt-Abos.

Wie zahlt man die Maut in Frankreich?

 

Der Télépéage-Badge

Der Télépéage-Badge ist die schnellste und bequemste Methode, um die Maut in Frankreich zu bezahlen. Das kleine elektronische Gerät wird an der Windschutzscheibe befestigt und kommuniziert automatisch mit den Sensoren an den Mautspuren. So können Sie ohne anzuhalten durch die Mautstellen fahren. Die Zahlung erfolgt automatisch: Die Mautgebühren werden direkt durch Ihren Mautboxanbieter von Ihrem Konto abgebucht.

 Mehrere Unternehmen, unter anderem tolltickets, bieten diese Mautboxen für Frankreich an. Das Gerät kann je nach Fahrzeug während der Bestellung entweder nur für Frankreich oder für mehrere Länder aktiviert werden.

So funktioniert zum Beispiel die Mautbox Westeuropa von tolltickets in Frankreich, Italien, Spanien und Portugal – somit deckt ein einziges Gerät bis zu vier Länder ab. Das ist besonders praktisch für Urlaubsreisen in Westeuropa.

Entdecken Sie hier die Mautbox für Westeuropa ->

Die Vorteile eines Télépéage-Badges sind zahlreich: Sie sparen viel Zeit an den Mautstationen, müssen kein Kleingeld bereithalten, erhalten eine übersichtliche Abrechnung und können die Mautbox auch im modernen Free-Flow-System verwenden. Außerdem lässt sich damit die Parkgebühr an über 400 „Liber-t“-Parkplätzenbequem bezahlen.

 

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Akzeptierte Zahlungsmethoden:

An den klassischen Mautstationen in Frankreich werden folgende Zahlungsmöglichkeiten akzeptiert:

  • Kredit- und Debitkarte: Visa, Mastercard, Maestro und American Express werden akzeptiert, ebenso kontaktloses Bezahlen. Das ist die häufigste Zahlungsmethode.
  • Bargeld (Euro): Nur an den Spuren mit Personal möglich. Es empfiehlt sich, Kleingeld oder kleinere Scheine bereitzuhalten.
  • Mautbox (Télépéage-Badge): An den speziell gekennzeichneten Spuren mit einem „t“-Symbol können Fahrzeuge ohne Anhalten durchfahren – die Gebühr wird automatisch abgebucht.
  • Prepaid-Tickets: Auf einigen älteren Autobahnabschnitten noch vereinzelt gültig, werden aber zunehmend abgeschafft.

Tipp: Wenn Sie aus Deutschland anreisen und Frankreich mit dem Auto durchqueren, aktivieren Sie vor der Fahrt Ihre Bankkarte für Zahlungen im Ausland. Geldautomaten stehen entlang der Autobahnraststätten und Servicestationen zur Verfügung.

Maut Frankreich - Praktische Tipps für das Fahren auf französischen Autobahnen

 

  • Beachten Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen: Auf Autobahnen gilt ein Tempolimit von 130 km/h, bei Regen 110 km/h. Das gesamte Autobahnnetz ist mit automatischen Radarkontrollen ausgestattet. Wer sich an die Geschwindigkeitsregeln hält, trägt aktiv zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei.

  • Planen Sie regelmäßige Pausen ein: Etwa alle 15 bis 20 Kilometer finden Sie Raststätten („aires de service"). Diese umfassen in der Regel Tankstellen, Restaurants, E-Ladestationen, Ruhebereiche und Sanitäranlagen.  Die Autobahnbetreiber sind für die Pflege und Sauberkeit dieser Einrichtungen verantwortlich.

  • Informieren Sie sich über den aktuellen Verkehr: Der offizielle Dienst Bison Futé (bison-fute.gouv.fr ) liefert Verkehrsprognosen, Stauwarnungen und Echtzeitinformationen, insbesondere während der Hauptreisezeiten im Sommer. Trotz gelegentlicher Staus bleibt die Autobahn in Frankreich der schnellste Verkehrsweg für längere Strecken.

  • Bewahren Sie Ihr Mautticket gut auf: Bei der Maut in Frankreich gilt: Wenn das Ticket an der Mautstation verloren geht, wird automatisch der höchstmögliche Fahrpreis berechnet.

  • Melden Sie Notfälle: Im Falle einer Panne oder eines Unfalls erreichen Sie den europäischen Notruf unter 112. Zusätzlich stehen auf den Autobahnen alle zwei Kilometer orangefarbene Notrufsäulen zur Verfügung, über die Sie direkt mit der Autobahnzentrale verbunden werden.

 

Was ist zu tun, wenn Sie  Ihr Ticket zur Mautzahlung verloren haben?

Wenn Sie Ihr Ticket verlieren oder an der Einfahrtstation vergessen haben, müssen Sie an der nächsten Ausfahrtstation den höchstmöglichen Fahrpreis bezahlen. Dieser wird auf Basis des am weitesten entfernten möglichen Einstiegspunkts im Autobahnnetz berechnet – der Betrag kann daher sehr hoch ausfallen.

In Frankreich wird dieses Verfahren als „Trajet le plus cher“ (TLPC) bezeichnet, was übersetzt „die teuerste mögliche Strecke“ bedeutet.

So gehen Sie richtig vor:

  1. Wählen Sie eine Spur mit Personal (keine automatische Spur).
  2. Teilen Sie dem Mitarbeiter mit, dass Sie Ihr Ticket verloren haben.
  3. Nennen Sie die Einfahrtstation 
  4. Bezahlen Sie den angepassten Betrag und bewahren Sie den Zahlungsbeleg gut auf.

 

Nichtzahlung der französischen Maut im Free-Flow-System

Wenn Sie einen bemauteten Autobahnabschnitt mit Free-Flow-System in Frankreich ohne Télépéage-Mautbox befahren haben und auch nicht anderweitig innerhalb von 72 Stunden die gefahrene Strecke bezahlen, passiert Folgendes:

  1. Sie erhalten einen Zahlungsbescheid per Post an die Adresse des Fahrzeughalters (ermittelt über das Kennzeichen). Der Betrag enthält bereits einen entsprechenden Aufschlag.
  2. Wenn Sie nicht fristgerecht zahlen, folgt eine pauschale Geldstrafe von 90 Euro.
  3. Bei weiterer Nichtzahlung kann die Strafe auf bis zu 375 Euro erhöht werden.

Wichtig zu wissen

Auch ausländische Fahrzeughalter können zur Zahlung herangezogen werden. Dank europäischer Abkommen zum Datenaustausch von Kfz-Zulassungen ist es möglich, Bußgelder auch im Aufenthaltsland des Fahrzeughalters einzutreiben.

Ignorieren Sie daher keinen Zahlungsbescheid, selbst wenn Ihr Fahrzeug im Ausland registriert ist.

Verstoß  Bußgeld
Nichtzahlung der Maut Mautgebühr + Aufschlag, anschließend pauschale Geldstrafe von 90 €
Rückwärtsfahren an einer Mautstation Bis zu 135 €
Durchfahrt durch eine Télépéage-Spur ohne Mautbox Erhöhtes Bußgeld

Nichtzahlung bei Free-Flow-Maut

(nach Zahlungsaufforderung)

90 €, bei weiterer Nichtzahlung bis zu 375 €
Fehlende Umweltplakette (Crit’Air) in einer Umweltzone (ZFE) 68 €, für LKW bis zu 135 €

 

Einspruch gegen erhaltenen Bußgeldbescheid einlegen

Sie haben 45 Tage Zeit, um gegen ein Bußgeld im Zusammenhang mit der Maut in Frankreich Einspruch einzulegen. Der Einspruch kann entweder online über die Website der ANTAI (antai.gouv.fr) oder per Einschreiben an den zuständigen Offizier des öffentlichen Ministeriums (Officier du Ministère Public) gerichtet werden.

Umweltzonen (ZFE) und die Crit’Air-Plakette

Neben der klassischen Maut in Frankreich gelten seit einigen Jahren in vielen Städten Umweltzonen, auf Französisch „Zones à Faibles Émissions“ (ZFE). Bis 2026 wird es in 42 französischen Ballungsräumen eine solche Umweltzone geben – darunter Paris, Lyon, Marseille, Toulouse, Nizza, Straßburg, Nantes, Montpellier, Bordeaux, Lille, Rennes, Grenoble, Dijon, Toulon und viele weitere Städte. Diese Zonen wurden eingeführt, um die Luftqualität zu verbessern und den Verkehr in Ballungsräumen gemäß Umweltstandards zu regeln.

 

Was ist die Crit’Air-Plakette?

Um in diesen Umweltzonen (ZFE) fahren zu dürfen, muss Ihr Fahrzeug eine Crit’Air-Plakette an der Windschutzscheibe tragen. Die Crit’Air-Plakette – ein runder farbiger Aufkleber ähnlich einer Vignette auf der Windschutzscheibe – zeigt an, wie umweltfreundlich ein Fahrzeug ist. Es gibt sechs Kategorien, mitunter einer für emissionsfreie Fahrzeuge:

Kategorie  Farbe Fahrzeugtypen
Crit’Air 0 Grün-weiß 100 % Elektro / Wasserstoff
Crit’Air 1 Violett Benzin Euro 5 & 6, Plug-in-Hybride
Crit’Air 2 Gelb Benzin Euro 4, Diesel Euro 5 & 6
Crit’Air 3 Orange Benzin Euro 2–3, Diesel Euro 4
Crit’Air 4 Bordeaux Diesel Euro 3
Crit’Air 5 Grau Diesel Euro 2

 

Wo gelten die Zonen 2026?

Im Jahr 2026 haben bereits 42 französische Ballungsräume eine ZFE eingerichtet – darunter Paris, Lyon, Marseille, Toulouse, Nice, Strasbourg, Nantes, Montpellier, Bordeaux, Lille, Rennes, Grenoble, Dijon und Toulon.

  • In Paris, Lyon und Grenoble sind Fahrzeuge mit Crit’Air 4 oder 5 bereits verboten; seit 2025 auch Crit’Air 3.
  • Fahrzeuge mit Crit’Air E, 1 und 2 sind laut aktuellem Stand 2026 überall zugelassen. -->citation needed!
  • In anderen Städten sind bereits ähnliche Beschränkungen eingeführt worden und werden bis 2028 entsprechend erweitert.

Wie erhält man die Plakette? Die Crit’Air-Vignette kostet 3,72 € (inkl. Versand) und gilt lebenslang für das Fahrzeug.-->wrong pricing! Citation needed! Sie wird ausschließlich auf dem offiziellen Portal certificat-air.gouv.fr beantragt. Auch ausländische Fahrzeuge (z. B. aus Deutschland oder Österreich) können dort bestellen; die Lieferzeit ins Ausland beträgt ca. 10–15 Tage.

Wichtig : Fehlt die Vignette in einer ZFE, drohen Bußgelder von 68 € (Pkw) bzw. 135 € (Lkw). Immer mehr Städte nutzen Kameras (LAPI) zur automatischen Kennzeichenerfassung.

 

Wie erhält man die Crit’Air-Umweltplakette

Die Crit’Air-Plakette kostet 3,72 € (inklusive Herstellungs- und Versandkosten) und ist für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs gültig. Sie kann ausschließlich über den offiziellen Anbieter certificat-air.gouv.fr bestellt werden. Auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge – etwa mit deutschem Kennzeichen – ist die Bestellung über diese Website möglich. Für den Versand nach Deutschland oder in andere Länder sollte man mit einer Lieferzeit von etwa 10 bis 15 Tagen rechnen.

Gut zu wissen

Wird ein Fahrzeug in einer Umweltzone (ZFE) ohne Crit’Air-Plakette kontrolliert, droht ein Bußgeld von 68 € für Pkws und 135 € für Lkws oder Busse. Zur Überwachung werden zunehmend automatische Kennzeichenkameras (LAPI-Systeme) eingesetzt, die Verstöße automatisch erfassen.

Mautfreie Straßen – kann man die Maut in Frankreich vermeiden?

Nicht alle Straßen in Frankreich sind mautpflichtig. Das nationale Straßennetz umfasst zahlreiche Nationalstraßen (routes nationales) und sogenannte Departementstraßen (routes départementales), die komplett kostenlos genutzt werden können. Für diese Strecken ist keine Mautgebühr erforderlich, da ihre Instandhaltung vom französischen Staat finanziert wird. Im Vergleich zu Autobahnen verlängert sich allerdings die REisedauer durch Nutzung mautfreier Alternativrouten, da sie häufig durch Ortschaften und Stadtzentren führen.

 

So vermeiden Sie die Maut in Frankreich

  • Verwenden Sie ein Navigationsgerät oder eine Routenplanungs-App (z. B. ViaMichelin oder Google Maps) und wählen Sie die Option „Maut vermeiden“ oder „Autobahnen vermeiden“.

  • Fahren Sie auf den Nationalstraßen (grüne Schilder mit weißer Schrift), die häufig parallel zu den Autobahnen verlaufen.

  • Planen Sie mehr Fahrzeit ein: Eine mautfreie Strecke kann je nach Entfernung 30-50 % länger dauern als die Route über die Autobahn.

 

Beispiele für mautfreie Autobahnen in Frankreich

Einige französische Autobahnen sind komplett gebührenfrei, darunter:

  • Die A75 (mit Ausnahme des Viaduc de Millau) zwischen Clermont-Ferrand und Béziers, auch bekannt als „La Méridienne“. Sie ist die längste mautfreie Autobahn Frankreichs – ein echtes Unikat im französischen Autobahnnetz.

  • Einzelne Stadtautobahnen und Umgehungsstraßen rund um größere Städte („périphériques" und „rocades") sind ebenfalls kostenfrei befahrbar.

Gut zu wissen

Wenn Sie mit der Familie in den Urlaub fahren, kann die Maut in Frankreich einen erheblichen Teil des Reisebudgets ausmachen. Vergleichen Sie daher immer die gesamten Reisekosten – also Mautkosten, Kraftstoffverbrauch und damit verbundene Fahrzeit – um die für Sie beste und günstigste Route zu wählen.

FAQ:

Wie funktioniert die Mautbox (Télépéage) in Frankreich?

Die Mautbox (Télépéage-Badge), wie sie z. B. von tolltickets angeboten wird, ist ein kleines elektronisches Gerät, das an der Windschutzscheibe befestigt wird. Sobald Sie sich einer Télépéage-Spur mit dem „t“-Symbol nähern, kommuniziert die Box automatisch mit dem Mautportal, und die Schranke öffnet sich. Auf Free-Flow-Abschnitten funktioniert die Kommunikation auf die gleiche Weise – allerdings ohne Schranken. Ein kurzer Signalton deutet darauf hin, dass die Transaktion erfasst worden ist. 
In beiden Fällen wird der Mautbetrag automatisch von Ihrem Kundenkonto abgebucht.

Kann man die Mautbox auch in anderen Ländern außer Frankreich verwenden?

Ja, einige Mautboxen funktionieren in mehreren Ländern. Die Mautbox Westeuropa von tolltickets ist beispielsweise in Frankreich, Italien, Spanien und Portugal nutzbar. Überprüfen Sie vor Ihrer Reise, in welchen Ländern Ihr Gerät gültig ist.

Wie erhält man eine Quittung für die Maut?

An Mautstationen mit Personal wird die Quittung automatisch ausgedruckt. An automatischen Terminals können Sie über einen Knopf am Automaten eine Quittung anfordern. Für Nutzer einer Mautbox (Télépéage) stehen detaillierte Rechnungen direkt im Online-Kundenbereich zur Verfügung.

Wann steigen die Mautgebühren in Frankreich?

Die Mautgebühren in Frankreich werden einmal jährlich überprüft. Eine Preisanpassung tritt jeweils am 1. Februar in Kraft. Der Prozentsatz der Erhöhung wird vom französischen Staat im Rahmen der Konzessionsverträge mit den Autobahngesellschaften festgelegt. So beträgt im Jahr 2026 die durchschnittliche Erhöhung etwa 0,86 %.

Wie funktioniert die Free-Flow-Maut für ausländische Fahrer?

Wenn Sie als ausländischer Fahrer einen Abschnitt mit Free-Flow-Maut (z. B. A4, A79 oder A13–A14) befahren, haben Sie 72 Stunden Zeit, um die Maut online zu bezahlen. Dazu geben Sie einfach Ihr Kfz-Kennzeichen auf der Website des jeweiligen Autobahnbetreibers ein. Wenn Sie eine kompatible Mautbox (Télépéage) besitzen, erfolgt die Zahlung automatisch – Sie müssen nichts weiter tun. Die Mautbox ist daher die einfachste und sicherste Methode, um Bußgelder zu vermeiden.

Informieren Sie sich vor der Fahrt auf der Website des Betreibers über die genauen Bezahlmodalitäten und Onlineportale.

Maut in Frankreich: Der komplette Guide 2026

Alles über französische Autobahnen, Gebühren und Mau