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Maut in Italien: Der komplette Guide 2026

Alles über italienische Autobahnen, Gebühren und Telepass.

Italy sunny amalfi road

 

Wer auf italienischen Autobahnen unterwegs ist, muss das spezielle Mautsystem des Landes kennen. Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern mit Vignetten setzt die Maut in Italien auf ein streckenabhängiges System. Die Gebühren richten sich in erster Linie nach der gefahrenen Strecke.

Das Prinzip ist ganz einfach: Bei der Auffahrt auf die Autobahn ziehen Sie ein Ticket. Bezahlt wird beim Verlassen der Autobahn oder beim Wechsel auf eine andere. Der Betrag richtet sich nach den gefahrenen Kilometern und Ihrer Fahrzeugklasse.

Das italienische Autobahnnetz erkennen Sie an grünen Verkehrsschildern. An den Mautstationen stehen mehrere Zahlungsarten zur Verfügung: Bargeld, Kreditkarte oder Debitkarte sowie Telepass. Auf bestimmten Strecken gilt außerdem das sogenannte Free-Flow-System. Dabei erfolgt die Bezahlung automatisch, ohne anhalten zu müssen. Ein Beispiel ist die Pedemontana Lombarda in der Nähe von Mailand.

 

 

Das italienische Autobahnnetz

Das italienische Autobahnnetz wird von mehreren Autobahnbetreibern verwaltet. Jeder Betreiber ist für bestimmte Streckenabschnitte verantwortlich. Der wichtigste Betreiber ist Autostrade per l’Italia. Das Unternehmen verwaltet rund 3.000 Kilometer Autobahn, darunter wichtige Verbindungen zwischen Mailand, Rom und vielen großen Städten des Landes.

Weitere Betreiber sind unter anderem Autostrada Brescia–Padova, Milano Serravalle und Autostrade Meridionali.

Kostenlose Straßen in Italien

Neben den Autobahnen gibt es auch gebührenfreie Straßen. Diese heißen „Strade Statali und entsprechen den italienischen Nationalstraßen. Sie sind an blauen Verkehrsschildern mit den Buchstaben „SS“ und einer Nummer zu erkennen.

Auf diesen Straßen fällt keine Maut in Italien an. Sie werden direkt von der staatlichen Straßenbehörde ANAS (Azienda Nazionale Autonoma delle Strade) verwaltet.

Wichtige Autobahnen in Italien

Zu den wichtigsten Autobahnen im Land gehören folgende Strecken. Sie spielen eine zentrale Rolle für den Verkehr und für die Maut in Italien:

  • A1 – Autostrada del Sole: Wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Mailand und Neapel. Die Strecke führt über Bologna, Florenz und Rom.

  • A4: Verläuft quer durch Norditalien von Turin nach Triest. Wichtige Städte entlang der Strecke sind Mailand, Verona und Venedig.

  • A14 – Adriatica: Folgt der Adriaküste zwischen Bologna und Tarent. Wichtige Anschlüsse bestehen nach Rimini, Ancona und Bari.

  • A22 – Autostrada del Brennero: Verbindet Modena mit der österreichischen Grenze. Die Autobahn führt über Verona und Bozen.

  • A7: Stellt die Verbindung zwischen Mailand und dem Hafen von Genua her.
  • A8: Verbindet Mailand mit Varese und ist eine wichtige Route in Richtung der italienischen Seenregion.

  • A10: Folgt der ligurischen Küste zwischen Genua und Ventimiglia nahe der französischen Grenze.

  • A12: Verbindet Genua mit Rom und führt über La Spezia und Pisa.

  • A18 und A20: Diese Autobahnen erschließen Sizilien. Sie verbinden Messina mit Catania und Palermo.

  • A27: Verläuft von Mestre nach Belluno und führt in Richtung der Dolomiten.

Wie funktioniert das System der Maut in Italien?

 

Das klassische Ticketsystem

Die Maut in Italien funktioniert auf den meisten Autobahnen nach einem sogenannten geschlossenen System. Bei der Auffahrt auf die Autobahn erhalten Sie an einem Automaten ein Ticket. Darauf stehen der Einfahrtsort und die Fahrzeugklasse, die automatisch von Sensoren erkannt wird.

Dieses Ticket behalten Sie während der gesamten Fahrt. Bezahlt wird erst beim Verlassen der Autobahn an der Mautstation. Der Betrag richtet sich nach der tatsächlich gefahrenen Strecke.

 

Das halbgeschlossene Mautsystem

Auf einigen Autobahnabschnitten gilt ein sogenanntes halbgeschlossenes System. In diesem Fall erhalten Sie bei der Auffahrt kein Ticket. Die Gebühr wird an einer festen Mautstation erhoben.

Der Preis ist ein Pauschalbetrag für einen bestimmten Autobahnabschnitt, unabhängig von der tatsächlich gefahrenen Strecke.

 

Spuren an den Mautstationen in Italien

An den Mautstationen, den sogenannten „Caselli“, gibt es verschiedene Fahrspuren. Sie sind durch Farben gekennzeichnet:

  • Weiße Spuren: Zahlung mit Bargeld oder Kreditkarte, teilweise mit Unterstützung durch Personal.

  • Blaue Spuren: Zahlung mit Kreditkarte, Debitkarte oder Viacard (für bereits ausgegebene Karten, da sie nicht mehr verkauft wird).

  • Gelbe oder orange Spuren („Telepass“ oder „T“): Reserviert für Fahrzeuge mit Mautbox für das elektronische Bezahlen. Dadurch ist die Durchfahrt ohne Anhalten möglich.

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Fahrzeugklassen bei der Maut in Italien

Die Gebühren für die Maut in Italien hängen von der Fahrzeugklasse ab. Diese Einteilung basiert auf zwei Kriterien: der Anzahl der Achsen und der Fahrzeughöhe an der Vorderachse.

Klasse Kriterien Fahrzeugbeispiele Aufpreis
A 2 Achsen, Höhe ≤ 1,30 m an der Vorderachse Pkw, Motorräder (>150 cc), Limousinen, SUV Basistarif
B 2 Achsen, Höhe > 1,30 m an der Vorderachse Wohnmobile, Transporter, Lieferwagen, kleine Lkw +30 bis 50%
3 3 Achsen (Fahrzeug oder Fahrzeugkombination) Pkw mit Anhänger oder Wohnwagen, Lkw mit 3 Achsen, Busse +50 bis 80%
4 4 Achsen (Fahrzeug oder Fahrzeugkombination) Lkw mit 4 Achsen, schwere Nutzfahrzeuge, Fahrzeugkombinationen +80 bis 120%
5 5 Achsen oder mehr Sattelzüge, schwere Lastzüge, große Fahrzeugkombinationen +120% oder mehr

Gut zu wissen

Die Höhe wird senkrecht an der ersten Achse (Vorderachse) gemessen. Anhänger mit Doppelachsen zählen bei der Einstufung als zwei separate Achsen.

Free-Flow-System bei der Maut in Italien

Auf bestimmten Autobahnen gilt ein automatisches Mautsystem ohne Schranken, das „Free Flow“ genannt wird. Bei diesem System ersetzt die automatische Erfassung die klassischen Mautstationen.

Im Unterschied zum üblichen Verfahren erhalten Sie bei der Auffahrt kein Ticket. Fahrzeuge fahren ohne anzuhalten durch. Kameras an speziellen Portalen erfassen beim Passieren automatisch das Kennzeichen und bestimmen gleichzeitig die Fahrzeugklasse.

 

Autobahnen mit Free Flow

Das automatische System ist derzeit auf mehreren Strecken in der Lombardei, im Piemont sowie auf der Ringstraße von Neapel aktiv:

  • A33: Verbindung zwischen Asti und Cherasco im Piemont

  • A36, A59 und A60: Pedemontana Lombarda rund um Mailand, Verbindung von Cassano Magnago nach Dalmine über Lomazzo

  • A56: Tangenziale di Napoli

Mautgebühren in Italien

Das System der Maut in Italien folgt einem einfachen Prinzip: Sie zahlen nach der gefahrenen Strecke und der Fahrzeugklasse. Anders als bei den Vignetten in Österreich oder der Schweiz wird jede Fahrt einzeln berechnet. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Kilometer auf dem italienischen Autobahnnetz.

 

Beispiele für beliebte Strecken

Strecke Entfernung Maut (Klasse A)
Mailand - Rom ~580 km ~42,00 €
Mailand - Venedig ~270 km ~22,00 €
Rom - Neapel ~225 km ~18,50 €
Florenz - Rom ~280 km ~21,00 €
Bologna - Rimini ~120 km ~10,50 €

 

Alpentunnel und spezielle Tarife

Wenn Sie aus Frankreich oder der Schweiz nach Italien reisen, nutzen Sie häufig einen der vier großen grenzüberschreitenden Alpentunnel. Diese Anlagen gehören nicht zum italienischen Autobahnnetz und haben eigene Pauschaltarife.

 

Die vier wichtigsten Alpentunnel

Tunnel Verbindung Länge Klasse 1 (Auto) Klasse 2 (Wohnmobil)
Mont-Blanc-Tunnel Chamonix (FR) -
Courmayeur (IT)
11,6 km 54€ (FR) / 56€ (IT) 60€ (FR) / 62€ (IT)
Fréjus-Tunnel Modane (FR) - 
Bardonecchia (IT)
12,9 km 52€ (FR) / 54€ (IT) 58€ (FR) / 60€ (IT)
Grand-Saint-Bernard-Tunnel

Bourg-St-Pierre (CH) - St-Rhémy (IT)

5,8 km 31€ / 31 CHF 50€ / 50 CHF
Munt-la-Schera-Tunnel
Zernez (CH) - Livigno (IT) 3,5 km Sommer: 17€ / Winter: 25€ Sommer: 17€ / Winter: 25€

 

 

Maut in Italien - Wichtige Hinweise

Unterschiedliche Preise: Die Gebühren hängen davon ab, auf welcher Seite Sie bezahlen (Frankreich mit 20 % MwSt., Italien mit 22 % MwSt., Schweiz). Beim Munt-la-Schera-Tunnel sind die Preise im Winter höher. In der Wintersaison (Dezember bis April) gelten samstags zusätzlich höhere Tarife.

Fahrzeugklassen: Wohnmobile mit einer Höhe von mehr als 3 Metern werden in Klasse 3 oder 4 eingestuft. Dadurch steigen die Kosten deutlich, beim Mont-Blanc-Tunnel können sie bis zu 165 € betragen. Für Lkw gelten eigene, noch höhere Tarife.

Hin- und Rückfahrt-Tarife:

  • Mont-Blanc-Tunnel und Fréjus-Tunnel: Rückfahrt innerhalb von 7 Tagen, etwa 38 % Rabatt
  • Grand-Saint-Bernard-Tunnel: Rückfahrt innerhalb von 30 Tagen
  • Munt-la-Schera-Tunnel: Hin- und Rückfahrt ohne zeitliche Begrenzung gültig

Abonnements: Für regelmäßige Nutzer gibt es Mehrfahrtenkarten mit bis zu 50 % Rabatt. Je nach Tunnel sind Pakete mit 8, 10, 20 oder 50 Fahrten erhältlich. Die Gültigkeit beträgt 24 Monate.

Zahlungsmöglichkeiten:  Barzahlung (Euro oder CHF), Kredit- und Debitkarten sowie Apple Pay und Google Pay werden akzeptiert. Elektronische Mautsysteme werden in diesen Tunneln nicht unterstützt. Beim Munt-la-Schera-Tunnel ist der Online-Kauf möglich und empfohlen, da der Preis dort günstiger ist.

Gut zu wissen

Der Munt-la-Schera-Tunnel wird im Einbahnverkehr mit wechselnder Fahrtrichtung betrieben. Der Verkehr wird durch Ampeln im 15-Minuten-Rhythmus geregelt.

Der Tunnel ist jedes Jahr von September bis November wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Prüfen Sie daher vor der Abfahrt immer die offiziellen Websites, um aktuelle Verkehrsbedingungen und mögliche Einschränkungen zu kontrollieren.

Der Brennerpass (Österreich–Italien)

Der Brennerpass (Brennerpass / Passo del Brennero) ist der meistbefahrene Alpenübergang zwischen Nordeuropa und Italien. Jährlich nutzen ihn mehr als 14 Millionen Fahrzeuge. Der Pass liegt auf 1.370 Metern Höhe und ist der niedrigste Übergang der Alpen. Deshalb bleibt er in der Regel das ganze Jahr über gut befahrbar.

Mautsystem mit zwei Gebühren

Im Gegensatz zu den großen Alpentunneln fallen am Brenner zwei separate Zahlungen an:

🇦🇹 Österreichische Seite (A13) 🇮🇹 Italienische Seite (A22)

ca. 12,50 € für einen Pkw

Zusätzlich zur österreichischen Autobahnvignette, die verpflichtend ist. Der Preis umfasst auch die Überfahrt über die bekannte Europabrücke (190 m hoch).

ca. 22 € bis Modena

Hier gilt die klassische streckenabhängige Maut in Italien, von der Grenze bei Brennero bis Campogalliano (bei Modena).

 

💡 Geschätzte Gesamtkosten für die komplette Durchfahrt: etwa 34 € für einen Pkw.

Zahlungsmethoden am Brenner

  • Österreichische Seite: Digitale Zahlung über das Kennzeichen (empfohlen, um Warteschlangen zu vermeiden) oder Bezahlung an der Mautstation mit Bargeld oder Kreditkarte.

  • Italienische Seite: Hier gilt das klassische italienische Ticketsystem der Maut in Italien (siehe vorherigen Abschnitt).

Streckenmaut in Österreich

Wenn Sie bestimmte Tunnel oder Autobahnabschnitte in Österreich nutzen, fällt eine Streckenmaut an. Diese Sondermaut gilt für einzelne Alpenstrecken wie Brenner, Tauern oder Arlberg.

Sie können die Streckenmaut Österreich vorab online digital kaufen. Dadurch fahren Sie direkt durch die Mautstelle, ohne an der Kasse zu bezahlen oder an einem Automaten anzuhalten.

 

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Gut zu wissen

Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ist auf der österreichischen Seite ein eigenes System mit GO-Box verpflichtend. Eine italienische Mautbox funktioniert nicht auf der österreichischen A13.

Wenn Sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind, entdecken Sie die Camper Box von tolltickets. Ein Mautgerät, das speziell für diese schweren Fahrzeuge entwickelt wurde.

Wie bezahlt man die Maut in Italien?

 

Für die Maut in Italien stehen mehrere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben elektronischen Systemen gibt es weiterhin klassische Zahlungsarten wie Karte oder Bargeld. So können Sie die Mautstationen problemlos passieren.

 

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Telepass

Telepass ist das offizielle elektronische Mautsystem in Italien. Es entspricht dem französischen Liber-t oder dem spanischen Via-T. Das kleine Gerät wird an der Windschutzscheibe befestigt und ermöglicht die Durchfahrt an Mautstationen ohne anzuhalten.

Wie erhält man eine Mautbox?

Wenn Sie mit dem Auto nach Italien reisen, können Sie eine kompatible Mautbox über einen spezialisierten Anbieter bestellen. tolltickets bietet dafür eine Mautbox, die auf dem gesamten italienischen Autobahnnetz funktioniert.

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Akzeptierte Zahlungsmethoden

An klassischen Mautstationen stehen drei Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Bargeld (€): Akzeptiert auf weißen Spuren mit Personal. Es empfiehlt sich, Münzen oder kleinere Scheine bereitzuhalten, da manche Kassen keine Banknoten über 50 € annehmen.

  • Kredit- und Debitkarten: Akzeptiert auf blauen Spuren (Automaten) sowie auf weißen Spuren mit Personal. Unterstützte Karten: Visa, Mastercard, Maestro, V Pay und American Express. Kontaktloses Bezahlen ist bis 50 € möglich.

  • Telepass und elektronische Mautboxen: Für gelbe oder orange Spuren mit der Kennzeichnung „Telepass“ oder „T“. Diese Spuren sind für Fahrzeuge mit Telepass oder einer kompatiblen Mautbox wie der tolltickets Mautbox reserviert. Die Zahlung erfolgt automatisch.

 

Praktische Tipps für die Maut in Italien

Die richtige Spur an der Mautstation wählen

Achten Sie vor der Mautstation auf die Beschilderung:

  • Weiße Spuren (€): mit Personal, Zahlung mit Bargeld und Karte möglich

  • Blaue Spuren (Karte): Automaten, Zahlung nur mit Kredit- oder Debitkarte

  • Gelbe oder orange Spuren (T): nur für Fahrzeuge mit Telepass oder Mautbox

Fahren Sie nicht in diese Spur, wenn Ihr Fahrzeug kein entsprechendes Gerät hat.

Mautstellen Österreich - Nie rückwärts fahren

Wenn Sie versehentlich die falsche Spur wählen, fahren Sie niemals rückwärts. Das ist verboten und kann mit Bußgeldern bis zu 6.000 € bestraft werden.

Ticket griffbereit aufbewahren

Legen Sie Ihr Mautticket an einen leicht erreichbaren Ort, zum Beispiel ins Ablagefach oder auf das Armaturenbrett. Wenn das Ticket verloren geht, müssen Sie den maximalen Tarif zahlen, der vom entferntesten Punkt des Autobahnnetzes berechnet wird.

Bewahren Sie das Ticket deshalb bis zur vollständigen Ausfahrt von der Autobahn auf.

Was tun bei Problemen an der Maut in Italien?

 

Selbst mit guter Vorbereitung können an Mautstationen unerwartete Situationen auftreten. So reagieren Sie bei den häufigsten Problemen mit der Maut in Italien.

Ticket verloren oder kein Ticket erhalten

Wenn Sie Ihr Ticket verloren haben

Wenn das Mautticket verloren geht, müssen Sie den höchsten Tarif bezahlen. Dieser wird vom am weitesten entfernten Einfahrtspunkt des Autobahnnetzes für Ihre Fahrzeugklasse berechnet. Der Betrag kann mehrere Dutzend Euro betragen.

 

Vorgehensweise:

  • Informieren Sie den Mitarbeiter an der Mautstation bei der Ausfahrt

  • Geben Sie Ihren tatsächlichen Einfahrtspunkt an, wenn Sie ihn sicher kennen

  • Bitten Sie um eine Selbsterklärung (Autocertificazione)

  • Füllen Sie das Formular aus und bestätigen Sie Ihren Einfahrtspunkt

  • Bezahlen Sie den geforderten Betrag (Maximalbetrag oder erklärter Tarif)

 

Gut zu wissen

Sie können auch online eine Selbsterklärung („Autocertificazione casello di entrata“) auf autostrade.it ausfüllen. Damit lässt sich die Situation klären und gegebenenfalls eine Rückerstattung der Differenz beantragen.

 

Wenn Sie kein Ticket erhalten haben

Manchmal funktioniert der Ticketautomat nicht oder die Schranke öffnet sich ohne Ticket.

 

Was Sie tun sollten:

  • Fahren Sie nicht weiter ohne Ticket, auch wenn die Schranke geöffnet ist

  • Drücken Sie den Hilfeknopf (rot oder mit Intercom-Symbol)

  • Erklären Sie dem Mitarbeiter die Situation

  • Warten Sie auf die Anweisungen. Der Mitarbeiter kann ein spezielles Ticket ausstellen oder Ihre Durchfahrt registrieren

Zahlungsproblem bei der Ausfahrt

Wenn Ihre Kreditkarte abgelehnt wird

Eine abgelehnte Karte kann mehrere Gründe haben, zum Beispiel ein erreichtes Limit, eine beschädigte Karte oder ein technisches Problem am Automaten.

Mögliche Lösungen:

  • Versuchen Sie eine andere Kredit- oder Debitkarte, wenn verfügbar

  • Bezahlen Sie bar, falls möglich

  • Nutzen Sie den Hilfeknopf, damit ein Mitarbeiter die Situation klären oder Sie zu einer Spur mit Personal weiterleiten kann

Verlassen Sie die Mautstation niemals ohne zu bezahlen. Andernfalls droht eine deutlich höhere Strafe als die eigentliche Mautgebühr.

 

Wenn Sie nicht genug Bargeld haben

Wenn der zu zahlende Betrag höher ist als das Bargeld, das Sie dabeihaben:

  • Drücken Sie den Hilfeknopf

  • Erklären Sie dem Mitarbeiter Ihre Situation

  • Sie erhalten eine Quittung über eine unbezahlte Maut („Rapporto di mancato pagamento“)

Auf dieser Quittung stehen der offene Betrag sowie Anweisungen zur nachträglichen Bezahlung.

 

Wenn Sie die falsche Spur gewählt haben

Ein häufiges Beispiel: Sie fahren in eine Telepass-Spur ohne Mautbox oder in eine blaue automatische Spur ohne Karte.

Wichtigste Regel: NIEMALS rückwärts fahren

Rückwärtsfahren an Mautstationen ist verboten und kann mit Bußgeldern bis zu 6.000 € bestraft werden. Außerdem besteht ein hohes Unfallrisiko.

Richtiges Vorgehen:

  • Halten Sie an und bleiben Sie im Fahrzeug

  • Drücken Sie den Hilfeknopf (roter Knopf oder Intercom)

  • Erklären Sie dem Mitarbeiter Ihren Fehler

  • Folgen Sie den Anweisungen. Der Mitarbeiter öffnet die Schranke oder hilft Ihnen weiter

Nachträgliche Zahlung innerhalb von 15 Tagen

Wenn Sie die Maut in Italien bei der Ausfahrt nicht bezahlen konnten (z. B. wegen eines technischen Problems, Nutzung einer Free-Flow-Strecke ohne Mautbox oder eines Fehlers), haben Sie 15 Tage Zeit, um die Zahlung nachzuholen.

 

Online nachträglich bezahlen

 

Viele Autobahnbetreiber bieten die Möglichkeit zur nachträglichen Zahlung auf ihren Websites:

  • Autostrade per l’Italia: autostrade.it/en/rmpp

  • Brenner A22: autobrennero.it

  • Free Flow (A33, A36, A59, A60, A56): siehe Abschnitt zum Free-Flow-System

 

Benötigte Informationen:

  • Ihr Kennzeichen

  • Datum und ungefähre Uhrzeit der Durchfahrt

  • Ein- und Ausfahrtspunkt (falls bekannt)

  • Nummer der Zahlungsquittung, falls vorhanden

 

Online-Zahlungsmethoden:

  • Kredit- oder Debitkarte

  • SEPA-Banküberweisung

  • Auf einigen Websites auch PayPal.

 

Nachträgliche Zahlung per Banküberweisung

 

Wenn eine Online-Zahlung nicht möglich ist, können Sie eine SEPA-Banküberweisung direkt an den jeweiligen Autobahnbetreiber durchführen.

Die Bankverbindung (IBAN) finden Sie auf der Quittung über die unbezahlte Maut oder auf der Website des zuständigen Betreibers.

 

Folgen bei Nichtzahlung

 

Wenn Sie die Maut in Italien nicht innerhalb von 15 Tagen bezahlen, können zusätzliche Maßnahmen folgen:

  • Verwaltungsstrafe: Der ursprüngliche Mautbetrag wird um eine Strafe von 70 bis 300 € erhöht.

  • Mahnschreiben: Sie erhalten ein Schreiben des Inkassounternehmens Nivi SpA.

  • Zusätzliche Bearbeitungsgebühren: Weitere administrative Kosten kommen zur Strafe hinzu.

  • Europäische Vollstreckung: Italien kann unbezahlte Strafen über eine EU-Richtlinie auch im Wohnsitzland einfordern.

Maut in Italien - Bußgelder und Einsprüche

Höhe der Bußgelder

 

Die Bußgelder im Zusammenhang mit der Maut in Italien hängen von der Schwere des Verstoßes ab:

Verstoß Höhe des Bußgeldes
Nichtzahlung der Maut 70 à 300€ +  Mautbetrag
Rückwärtsfahren an der Mautstation 85 bis 6 000€
Verweigerung der Zahlung an der Mautstation 422 bis 1 697€
Missbräuchliche Nutzung einer Telepass-Spur 85 bis 300€

 

Die Beträge können um 30 % reduziert werden, wenn die Zahlung innerhalb von 5 Tagen nach der Benachrichtigung erfolgt.

 

Wie kann man ein Bußgeld anfechten?

 

Wenn Sie der Meinung sind, dass ein Bußgeld unberechtigt ist, können Sie Einspruch einlegen.

 

Mögliche Gründe für einen Einspruch:

  • Nachweisbare Störung der Mautanlage (Ticketautomat oder Kartenleser)

  • Fehler bei der Fahrzeug- oder Kennzeichenerkennung

  • Zahlung wurde durchgeführt, aber nicht registriert (Belege unbedingt aufbewahren)

  • Doppelte Berechnung

 

Vorgehensweise bei einem Einspruch:

  • Sammeln Sie alle Belege: Zahlungsquittungen, Fotos oder andere Nachweise

  • Kontaktieren Sie den Autobahnbetreiber innerhalb von 60 Tagen nach Erhalt des Bußgeldes

  • Senden Sie ein Einschreiben oder eine E-Mail mit Empfangsbestätigung mit einer Erklärung Ihrer Situation

  • Fügen Sie alle relevanten Nachweise bei

 

Bearbeitungsfrist

 

Der Betreiber hat 90 Tage Zeit, um auf Ihren Einspruch zu reagieren. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Antwort, können Sie sich an den zuständigen italienischen Friedensrichter („Giudice di Pace“) wenden.

Städtische Maut und verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL)

 

In mehr als 200 italienischen Städten gibt es sogenannte ZTL-Zonen (Zona a Traffico Limitato). Das sind verkehrsbeschränkte Zonen, in die nur Fahrzeuge mit Genehmigung einfahren dürfen.

Diese Bereiche werden durch Kameras überwacht. Bei unerlaubter Einfahrt drohen Bußgelder zwischen 100 und 300 € pro Durchfahrt, die direkt an Ihre Adresse geschickt werden.

 

Mailand (Area B und Area C)


Area B (gesamtes Stadtgebiet Mailand)

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7:30–19:30 Uhr

  • Verbotene Fahrzeuge: Benzin Euro 0–3, Diesel Euro 0–5

  • Es muss kein Ticket gekauft werden, die Einfahrt ist für diese Fahrzeuge einfach verboten.


Area C (historisches Zentrum)

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7:30–19:30 Uhr

  • Gebühr: 7,50 € pro Tag (22,50 € bei nachträglicher Zahlung)

  • Kauf: areac.atm-mi.it oder in Tabakläden

  • Das Ticket muss vor der Einfahrt mit einem PIN-Code aktiviert werden.

 

Kostenlos für:

  • Elektrofahrzeuge

  • Hybridfahrzeuge mit weniger als 100 g CO₂/km

  • Motorräder

 

Bologna


ZTL A (historisches Zentrum)

  • Öffnungszeiten: täglich 7:00–20:00 Uhr

  • Verbotene Fahrzeuge: Benzin Euro 0–2, Diesel Euro 0–4

  • Gebühr: 6 € pro Tag / 15 € für 4 Tage

  • Kauf: bologna.iovivo.eu oder an BomoB-Schaltern


Palermo


ZTL Centrale

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:00–20:00 Uhr
  • zusätzliche Nachtzeiten am Wochenende
  • Verbotene Fahrzeuge: Benzin Euro 0–2, Diesel Euro 0–3
  • Gebühr: 5 € pro Tag / 20 € pro Monat
  • Kauf: ztl.comune.palermo.it oder über die App PalerMobilità

Motorräder und Elektrofahrzeuge sind von der Gebühr befreit.

 

Weitere Einschränkungen (Venedig, SS163 usw.)


Venedig

  • Touristenabgabe: 5–10 €, abhängig vom Zeitpunkt der Reservierung.

  • Termine 2025: April bis Juli an bestimmten Tagen.

  • Reservierung: cda.veneziaunica.it


SS163 Amalfitana (Amalfiküste)

Wohnmobile sind täglich von 6:30 bis 24:00 Uhr verboten.

Im Sommer gilt eine abwechselnde Verkehrsregelung (10:00–18:00 Uhr):

  • Gerade Kennzeichen: Fahrt an ungeraden Tagen
  • Ungerade Kennzeichen: Fahrt an geraden Tagen
  • Diese Regel gilt von April bis Oktober gemäß offiziellem Kalender.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann man bei der Maut in Italien überall in Euro bezahlen?

Ja. In Italien wird mit Euro (€) bezahlt. Auch die Maut in Italien wird vollständig in Euro abgerechnet, egal ob Sie mit Bargeld oder Karte zahlen. Ausnahme: Bei Schweizer Alpentunneln wie Grand-Saint-Bernard und Munt-la-Schera werden zusätzlich Schweizer Franken (CHF) akzeptiert.

Zahlen Motorräder den gleichen Tarif bei der Maut in Österreich?

Motorräder über 150 cc gehören zur Klasse A, genau wie Pkw. Sie zahlen daher den gleichen kilometergenauen Tarif.

Motorräder unter 150 cc und Roller fahren auf italienischen Autobahnen kostenlos. Ausnahme: Alpentunnel, dort gelten eigene Tarife.

Gibt es Rabatte?

Mehrfahrtenkarten für Alpentunnel

Die großen Alpentunnel (Mont-Blanc, Fréjus und Grand-Saint-Bernard) bieten Mehrfahrtenkarten mit Rabatten bis zu 50 % an.

  • Pakete mit 8, 10, 20 oder 50 Fahrten

  • Gültigkeit: 24 Monate

  • Ersparnis: etwa 30–50 %, abhängig von der Anzahl der Fahrten

 

Rabatte mit Telepass

Einige Autobahnbetreiber gewähren kleine Rabatte von etwa 3–5 % für Nutzer von Telepass. Das ist jedoch nicht überall garantiert.

 

Keine Autobahn-Vignette

Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern gibt es keine Jahresvignette oder Pauschale für Autobahnen. In Italien wird jede Fahrt einzeln nach Strecke berechnet.

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